Leseprobe: Der seltsame Homo Sapiens

Leseprobe: Der seltsame Homo Sapiens

Lesen wir das wunderbare Buch „eine kurze Geschichte der Menschheit“ ,von Yuval Noah Harari, so erfahren wir bereits auf den ersten Seiten, dass es bis vor 10.000 Jahren noch verschiedene Menschenarten gab, die gleichzeitig auf verschiedenen Erdteilen lebten. Sie waren ursprünglich vor rund 2 Millionen Jahren zwar alle aus Ostafrika gekommen, hatten sich aber aufgrund der verschiedenen Voraussetzungen in den entsprechenden Kontinenten und Ländern in die sie eingewandert waren, entsprechend unterschiedlich entwickelt.

Doch irgendwann gab es nur noch den Homo Sapiens aus der Homo Familie. Offenbar waren die anderen verschwunden. Und so liegt der Verdacht nahe, dass diese Entwicklung dem Homo Sapiens nicht nur zugute kam, sondern dass dieser am Verschwinden der anderen Menschenarten möglicherweise aktiv beteiligt war.

Anders ausgedrückt, könnte es sein, dass er die Konkurrenz schlichtweg ausgelöscht hat. Das wäre kein wirklich feiner Zug, aber auf eine beunruhigende Art und Weise auch so etwas wie wegweisend für seine Zukunft. Sicher können wir darüber nicht sein, auch wenn diese Vermutung einfach besser in die späteren Machenschaften des Menschen passt.

Erst seit 100.000 Jahren, so berichtet Harari auf Seite 21, gelang es dem Menschen mit dem Aufstieg des Homo Sapiens an die Spitze der Nahrungskette zu gelangen. Und an dieser Spitze zu stehen war er nicht gewohnt. Anders als Hai und Löwe, die Jahrmillionen sich in ihre Rollen anpassen konnten, wurde der Homo Sapiens quasi auf einen Schlag sehr mächtig. Harari sieht in dieser verhältnismäßig schnellen Entwicklung auch einen Grund für die Kriege der Menschen und die Zerstörung unserer Ökosysteme.

Wörtlich schreibt er hierzu: „ Die Menschheit ist kein Wolfsrudel, das durch einen unglücklichen Zufall Panzer und Atombomben in die Finger bekam. Die Menschheit ist vielmehr eine Schafherde, die dank einer Laune der Evolution lernte, Panzer und Atombomben zu bauen. Aber bewaffnete Schafe sind ungleich gefährlicher als bewaffnete Wölfe“.
Und dieser Vergleich trifft es ganz gut, wie ich finde. Auf der einen Seite sind wir bis heute begeisterungsfähig, infantil, können uns noch wundern und freuen. Wir wollen in Frieden leben und nett unterhalten werden. Und auf der anderen Seite haben wir kannibalistische Wirtschaftsstrukturen aufgebaut, die es zulassen, dass alle paar Sekunden ein Kind verhungert.

Auf www.welthungerhilfe.de kannst du davon lesen, ebenso wie in den Büchern von Jean Ziegler, der selbst jahrelang für die UNO tätig war und beweist, dass diese hungernden Menschen ermordet werden. Denn wir könnten diese Zustände ändern, tun es aber nicht. Es gibt nicht einfach Hunger, wir machen, wir gestalten und kreieren ihn.
Das ist so wie in den zahlreichen Konflikten und Kriegen der reichen Länder, die Hunderttausende von Toten und leidenden Menschen als Kollateralschaden bezeichnen.

Zum Beispiel als Amerika seinerzeit in den Irak einfiel und bald darauf alle wussten, dass die Angriffserklärung nämlich das Vorhandensein von Atomwaffen erlogen war, hat sie dennoch keiner daran gehindert und bis heute wird in der Politik und offiziell nicht darüber gesprochen. Tabu.

Wir sind in meinen Augen zum Großteil zu bedienerfreundlichen Konsumenten geworden, die all die existierenden Miss-stände wie durch eine Art Nebel zwar wahrzunehmen scheinen, die aber eher wenig oder keinen Zusammenhang zum eigenen Denken und Handeln herstellen…

Meine Intention für das Buch

Als Seminarleiter, Atemtherapeut, Transpersonaler Therapeut, Körperorientierter Psychotherapeut, Yogalehrer, Heilpraktiker und Mentaltrainer begleite ich seit über 20 Jahren Menschen in schwierigen gesundheitlichen, beruflichen und privaten Situationen, aber auch auf ihrem sehnsuchtsvollen Weg der Persönlichkeitsentwicklung und nicht zuletzt bei anspruchsvollen Erfolgsanliegen.

Aus dieser Arbeit habe ich Erkenntnisse und Einsichten generiert, die ich einerseits als aufklärendes Bewusstwerdungs-Programm und andererseits als methodische Anwendungspraxis vorstellen möchte.

Mein Buch soll ein konkreter Beitrag sein für ein differenzierteres Verständnis der allgemein vorherrschenden Ratlosigkeit und Ohnmachtsempfindungen der meisten Menschen – angesichts ihrer persönlichen Lebensdramaturgie sowie der globalen Depressionstendenz.

Wer genau weiß, warum die Dinge so sind, wie sie sind, kann sie überhaupt erst ändern wollen – und auch ändern.