Leseprobe: Meine praktische Arbeit

Leseprobe: Meine praktische Arbeit

In meiner Arbeit liegt mir wenig daran, Menschen nach ihren scheinbaren Störungen, ihren scheinbaren Traumata zu beurteilen. Mich interessiert weitaus mehr, ob ein Mensch, der zu mir kommt, die Bereitschaft aufbringen mag, sich selbst kennenzulernen, verbunden und glücklich zu sein.

Dazu stelle ich unsere gewohnte Sicht- und Handlungsweisen generell in Frage: das Leben, wie wir es leben, den scheinbaren Aufbau unserer Psyche, unseren Glauben und unsere Ideen von Gesellschaft, Kultur und Miteinander.
Wenn wir all das in Frage stellen, was wir meinen zu sein, zu haben und erreichen zu müssen, entsteht ein neuer Raum, eine neue Perspektive. Und um die geht es mir.

Das heißt, ich möchte die alten Glaubens- und Erfahrungsmuster nicht durch neue Muster ersetzen, sondern die grundsätzliche Idee jedweder Muster in Frage stellen.

Fallen Muster weg, bleibt die Erfahrung ohne Beurteilung. Wenn auch anfangs nur für kurze Zeit, wird es möglich, aus unserem Glaubens- und Kulturkorsett auszusteigen. Und das ist wichtig…

Meine Intention für das Buch

Als Seminarleiter, Atemtherapeut, Transpersonaler Therapeut, Körperorientierter Psychotherapeut, Yogalehrer, Heilpraktiker und Mentaltrainer begleite ich seit über 20 Jahren Menschen in schwierigen gesundheitlichen, beruflichen und privaten Situationen, aber auch auf ihrem sehnsuchtsvollen Weg der Persönlichkeitsentwicklung und nicht zuletzt bei anspruchsvollen Erfolgsanliegen.

Aus dieser Arbeit habe ich Erkenntnisse und Einsichten generiert, die ich einerseits als aufklärendes Bewusstwerdungs-Programm und andererseits als methodische Anwendungspraxis vorstellen möchte.

Mein Buch soll ein konkreter Beitrag sein für ein differenzierteres Verständnis der allgemein vorherrschenden Ratlosigkeit und Ohnmachtsempfindungen der meisten Menschen – angesichts ihrer persönlichen Lebensdramaturgie sowie der globalen Depressionstendenz.

Wer genau weiß, warum die Dinge so sind, wie sie sind, kann sie überhaupt erst ändern wollen – und auch ändern.